Alles verändert sich, dahinter jedoch ruht ein Ewiges.

Ankommen in lauter Vorfreude, bleiben inbewegter Lebenslust, gehen in stiller Würde.

Nach der Einäscherung kann die Urne ganz klassisch auf einem Friedhof im In- oder Ausland beerdigt werden. Auf dem Zentralfriedhof in Kempten gibt es die so genannte Urnenstelenanlage. Hier sind Granitsäulen kreisförmig angeordnet, und an jeder Säule sind drei Urnen begraben. Namensplatten an den Stelen erinnern an die Verstorbenen. Die Pflege der Anlage wird durch städtische Friedhofsarbeiter übernommen. Eine kostengünstige Beisetzung bietet das Gemeinschaftsgrab Kempten. Hier werden in regelmäßigen Abständen mehrere Urnen ohne Anwesenheit der Angehörigen anonym, ohne Namensanbringung bestattet. Die Grabpflege erfolgt kostenfrei durch die Stadt Kempten.

Außerdem gibt es weitere individuelle Möglichkeiten wie Seebestattung, Beisetzung in der Natur unter einem Baum, auf einer Blumenwiese oder im Wald und auch eine Flugbestattung, z. B. über den Schweizer Alpen. Sogar eine extravagante Weltraumbestattung wäre umsetzbar.

Als unvergängliches Andenken können Sie den Verstorbenen buchstäblich als Schmuckstück immer bei sich tragen, denn man kann aus der Asche einen echten Diamanten synthetisch herstellen. Eine ganz besondere, wenn auch nicht ganz preisgünstige Variante.

Feuerbestattung gewinnt heutzutage immer mehr an Bedeutung und wird auch in Zukunft die am häufigsten angewandte Bestattungsart sein. Die Feuerbestattung war bereits bei den alten Kulturvölkern Europas (Römer und Griechen) üblich. Karl der Große dekretierte jedoch im Jahre 785 die Beerdigung in Friedhöfen als alleinige Bestattungsart. Mit der Aufklärung im 18. Jahrhunderterwachte das Interesse an der Feuerbestattung wieder neu. Der erste tadellos funktionierende Ofen wurde von dem Ingenieur Friedrich Siemens im Jahre 1874 entwickelt. In Folge baute man 1876 in Mailand das erste Krematorium. Trotz Verbot der Feuerbestattung durch die Katholischen Kirche im Jahre 1886, welches vor ca. 33 Jahren aufgehoben wurde, ging die Entwicklung der Einäscherungsanlagen stetig weiter. Heute erfüllen die Anlagen nicht nur den neuesten Stand der Verbrennungstechnik, sondern auch die gesteigerten Anforderungen an die Abgasqualität.